Archiv für den Monat: November 2014

Zahlt Privathaftpflichtversicherung verursachte Schäden durch Katzen?

Sind Katzen Haftpflichtversichert?Die Frage ob eine private Haftpflichtversicherung verursachte Schäden durch Katzen zahlt darf grundsätzlich mit “ja” beantwortet werden. Katzen sind über die private Haftpflichtversicherung www.haftpfichttipp.com mit versichert, sie gelten als Kleintier, wie z.B. Hamster, Meerschweinchen und Kanarienvogel.
Das wiederum ist im Bürgerliche Gesetzbuch § 833 BGB gesetzlich geregelt. Der Halter von Kleintieren steht in der Verantwortung bei Schäden, die von seinem Kleintier verursacht werden.

Dabei ist es unerheblich ob es sich bei dem Kleintier um ein Tier handelt, dass die meiste Zeit im Käfig gehalten wird oder in der Wohnung oder ob das Kleintier Freilauf hat. Schwieriger ist es, der Versicherung nach zu weisen, das es sich bei der Katze, die den Schaden verursacht hat, auch um die Katze des Versicherten handelt. Selbstverständlich ist dabei die Schadenshöhe entscheidend. Bei geringfügigen Schäden ist die Bearbeitungszeit meist sehr schnell, da auch Versicherungen bemüht sind ihre Schadensmeldungen schnellstmöglich und effizient zu bearbeiten.

Schwieriger könnte es werden, wenn es sich um einen erheblichen Schaden handelt oder um einen wiederkehrenden Schaden, z.B. wenn eine Katze ständig Kratzer im Lack des Fahrzeuges des Nachbarn verursacht. Dann wird eine Versicherung eine genauere Schadensbeschreibung und deren Hergang verlangen. Der Versicherte ist also stets in der Pflicht, genaue und wirklichkeitsgetreue Angaben gegenüber seinem Versicherer zu machen.

Ein weiterer Aspekt ist vom Versicherungsnehmer zu beachten, die sogenannte Deckungssumme. In der Regel decken sie Schäden ab wie z.B. Lackschäden, zerfetzt Kleidung und beschädigte Möbelstücke oder andere Sachgegenstände. Der Versicherungsnehmer sollte die Deckungssumme genau kennen, bevor er eine Leistung beim Versicherer einklagt.
Das es im Leben eines Halter zu kuriosen Haftungsszenarien kommen kann, wurde vor dem Landgericht Hannover (Az.: 18 S 86/04) verhandelt. Die Haftungssumme für ein verloren gegangenen Zahnersatz war 4000 EUR und der Versicherer musste zahlen. Es kann also unter Umständen teuer werden.

Eine Einschränkung gibt es aber dennoch, falls eine Katze, warum auch immer, zu gewerblichen Zwecken gehalten wird unterliegt sie nicht mehr der privaten Haftpflichtversicherung sondern einer Nutztierversicherung. Diese muss vom Halter extra abgeschlossen werden.

Eine zusätzliche “Katzenversicherung” ist also nicht notwendig und gibt es auch nicht. Es gibt aber spezielle Katzenkrankenversicherungen. Damit versichert man im Prinzip die Behandlungen durch den Tierarzt. In diesem Bereich entstehen meist mehr Kosten, als bei Schäden die durch Katzen entstanden sein sollen. Für Hundehalter kommt die Tierhalterhaftpflicht in Frage.

Als Halter von Tieren muss man also genau hinschauen, welche Versicherungsart schützt und welche Deckungssumme versichert ist. Zumal eine Haftpflichtversicherung gerade deswegen abgeschlossen wird, weil der Versicherungsnehmer eine gewisse Vorsorge treffen will und das Schadenpotenzial seiner Haustiere kennt. In der Regel ist es zwar überschaubar, aber es kommen immer wieder kuriose Sachverhalte vor.